• Peter Scheutz im Interview mit Alexandra Lichtenegger im Heritage.Hotel Hallstatt
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Interview mit dem Preisträger

Interview mit dem diesjährigen Welterbepreisträger Peter Scheutz im Heritage.Hotel Hallstatt:


Inwiefern profitieren Hallstatt und die Region Dachstein/Salzkammergut von dem Titel Welterbe?

Peter Scheutz: Die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste bringt eine enorme Wertschöpfung, vor allem im touristischen und wirtschaftlichen Bereich. Die Region, und vor allem Hallstatt, haben durch die Benennung einen internationalen Bekanntheitsgrad bekommen, denn die meisten Gäste kommen eben weil wir eine Welterberegion sind. Man sieht auch die Entwicklung im Ort, denn vor etwa zehn Jahren waren so gut wie keine Geschäfte auf der Seestraße, im Gegensatz zu heute, nur um ein Beispiel zu nennen. Das Wichtigste ist somit die Wertschöpfung, die die Region mit dem Prädikat Welterbe bekommt, denn der Tourismus ist ein wichtiger Faktor und Arbeitgeber bei uns.     

Was bedeutet der Titel für die einheimische Bevölkerung?

Peter Scheutz: Obwohl zu Beginn die einheimische Bevölkerung den Begriff Welterbe eher negativ besetzte, aus Angst, im eigenen Orts nichts mehr machen zu dürfen. Bald aber waren sie stolz, dass ihre Heimat in der gleichen Zeile wie das Taj Mahal oder die Pyramiden von Gizeh steht. Die Region ist durch die Bevölkerung selbst mit ihrem Lebensstil und ihrer Arbeit entstanden, und dieses Gut will die UNESCO durch das Welterbe Prädikat schützen. Schützen im Sinne von bewahren und aber auch weiter zu entwickeln wie bisher, damit es ihren Charakter nicht verliert. 

Gibt es Einschränkungen für die einheimische Bevölkerung?

Peter Scheutz: Ja, es gibt Einschränkungen, was jedoch nicht bedeutet, dass wir uns nicht weiterentwickeln dürfen. Das Einzige was sich geändert hat sind mehr Bestimmungen bei baulichen Vorhaben, welche es jedoch auch schon vorher in gewissem Maße durch gegeben hat. 

Wie erfolgte damals die Ernennung zur UNESCO Welterbestätte?

Peter Scheutz: Die Kommission besichtigte die Region und prüfte anschließend die österreichische und oberösterreichische Gesetzeslage (ob die Gesetze betreffend Umbauten und Veränderungen ausreichten). Die Gemeinde musste ihre Pläne betreffend touristischer und wirtschaftlicher Entwicklung vortragen und versicherte damit zum Beispiel, nur kleinstrukturierte Betriebe, passend in die Region, zuzulassen.

 

 

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