• Dachsteinbahn - © Herbert Strubreiter
  • Dachsteinbahn - © Herbert Strubreiter
  • Dachsteinbahn - © Herbert Strubreiter
  • Eishöhle - © OÖ. Seilbahnholding
  • Eishöhle - © OÖ. Seilbahnholding
  • Eishöhle - © OÖ. Seilbahnholding
  • Eishöhle - © OÖ. Seilbahnholding
  • Eishöhle - © OÖ. Seilbahnholding
  • Eishöhle - © OÖ. Seilbahnholding
  • Mammuthöhle - © OÖ. Seilbahnholding
  • Mammuthöhle - © OÖ. Seilbahnholding
  • Mammuthöhle - © OÖ. Seilbahnholding
  • Mammuthöhle - © OÖ. Seilbahnholding
  • Mammuthöhle - © OÖ. Seilbahnholding
  • Abenteuerführung, Mammuthöhle - © Manfred Schöpf
  • Abenteuerführung, Mammuthöhle - © Manfred Schöpf
  • Abenteuerführung, Mammuthöhle - © Manfred Schöpf
  • Eingang Koppenbrüllerhöhle - © OÖ. Seilbahnholding
  • Eingang Koppenbrüllerhöhle - © OÖ. Seilbahnholding
  • Koppenbrüllerhöhle - © Manfred Schöpf
  • Koppenbrüllerhöhle - © Manfred Schöpf
  • Koppenbrüllerhöhle - © Manfred Schöpf
  • Koppenbrüllerhöhle - © Manfred Schöpf
  • Koppenbrüllerhöhle - © Manfred Schöpf
  • Five Fingers - © Herbert Strubreiter
  • Five Fingers - © Gregor Semrad
  • Five Fingers - © Herbert Strubreiter
  • Five Fingers - © Gregor Semrad
  • Welterbespirale - © Manfred Schöpf
  • Krippenstein - © OÖ. Seilbahnholding
  • Krippenstein - © OÖ. Seilbahnholding
  • Krippenstein - © Manfred Schöpf
  • Krippenstein - © Manfred Schöpf
  • Panorama, Krippenstein - © Manfred Schöpf

Dachstein Wander- und Höhlenwelt

Rieseneishöhle

Die Dachstein-Rieseneishöhle liegt hoch über dem Trauntal (Obertraun) und ist von der Mittelstation der Dachsteinbahn in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Das Eis bildet sich durch Sickerwasser, das vom Dachsteinplateau durch Fugen und Spalten im Fels in die Höhle gelangt. Wenn die Außentemperaturen über dem Gefrierpunkt liegen, in den Höhlenräumen aber noch Kaltluft lagert, friert das eindringende Wasser und bildet so jene herrlichen Eisobjekte, die den Zauber der Rieseneishöhle ausmachen.

Selbst wenn es im Sommer durch das Eindringen wärmeren Wassers zu einem geringfügigen Abschmelzen des Eises kommt, ist die Wachstumsbilanz positiv, denn der winterlich-frühlingshafte Zuwachs ist größer als der sommerlich-herbstliche Eisverlust und garantiert so weiterhin ein großartiges Naturerlebnis.

Mammuthöhle

Der Name Mammuthöhle wurde von den Entdeckern wegen der gewaltigen Ausmaße der unterirdischen Räume und Gänge in diesem Höhlensystem gewählt. Derzeit sind mehr als 60 Kilometer dieser Gänge erforscht, knapp ein Kilometer davon kann bei den Führungen durchwandert werden. Der Höhenunterschied zwischen dem höchstgelegenen Einstieg und dem tiefsten bei den Forschungen errichteten Punkt beträgt nicht weniger als 1.199 Meter. Nach diesem Forschungsstand nimmt die Dachstein-Mammuthöhle damit unter den längsten Höhlen der Erde den 30. Rang und unter den tiefsten Höhlen den 31. Rang ein.

Koppenbrüllerhöhle

Ein Besuch der mystischen Koppenbrüllerhöhle, die die jüngste der drei Höhlen ist, vermittelt einen Eindruck von den unterirdischen Wasserwegen im Inneren des Dachsteins. Hochwassersichere Wege erlauben den Besuch selbst bei Schlechtwetter. Vom Gasthaus „Koppenrast" führt ein bequemer Wanderweg entlang der Traun in etwa 15 Minuten zum Höhleneingang. Der Höhleneingang ist eine Karstquelle, der nur zeitweise - besonders nach schweren Niederschlägen und zur Schneeschmelze - Wassermassen entströmen.

Aussichtsplattform 5fingers - Welterbespirale - Heilbronner Rundwanderweg 

Ein ganz besondere Highlight ist die Ausichtsplattform "5fingers" mit ihren einzigartigen Panorama, welche der Besucher bequem nach einer 20 minütigen Wanderung erreicht. Dort kann er sich einen Überblick über die vielfältige Karstlandschaft, ihre Fauna und Flora sowie die atemberaubende Schönheit der umliegenden Berge, Seen und Orte verschaffen. Besonderen Wert wurde dabei auf eine möglichst barrierefreie Gestaltung des Wegenetzes gelegt, um auch Familien, Senioren und Menschen mit einem Handicap dieses Ausflugsziel schmackhaft zu machen. Am Weg lohnt sich ein Abstecher zur Welterbespirale, ein spektakuläres "Schiff" aus Aluminium mit Fotopoint und bequemen Relaxliegen zum Entspannen und Genießen. Für Wanderbegeisterte eignet sich der familienfreundliche und großzügig ausgebaute Heilbronner Rundwanderweg. Während der 3stündigen Wanderzeit lässt sich vieles entlang des Weges entdecken, mit etwas Glück sieht man sogar die eine oder andere Gämse.

Mehr zur Dachstein Wander- und Höhlenwelt erfahren Sie hier 

Über 100 Jahre Höhlen

Eine Reise durch die Erdgeschichte - Die Dachstein Höhlen feierten ihr 100 Jahr Jubiläum

Im Jahre 2010 war es 100 Jahre her, seit die Höhlenforscher Georg Lahner und Hermann Bock in das Innere der Dachstein Rieseneishöhle vorgedrungen sind. 100 Jahre, in denen sich die größte unterirdische Eislandschaft Mitteleuropas zu einem Publikumsmagneten für das Innere Salzkammergut entwickelt hat. Aber auch 100 Jahre, in denen die Verantwortlichen durch eine sanfte, naturnahe Erschließung der Höhlen, fachkundige Führungen sowie authentische künstlerische Akzente bewiesen haben, dass Naturerlebnis, Abenteuer und Kunst einander nicht ausschließen, sondern sich zu einem harmonischen Ganzen verbinden können.

Dass es im Dachsteinmassiv unzählige Höhlen gibt, die im Falle eines Unwetters Schutz bieten, war schon den Menschen in der Steinzeit bewusst. Funde in den Höhlen zeugen davon. Die talnahe Koppenbrüllerhöhle wurde sogar schon in Reiseführern des 19. Jahrhunderts als „berühmte Schauhöhle" bezeichnet.

Auch die Höhlen auf der Schönbergalm dürften den Einheimischen schon lange bekannt gewesen sein, doch erst der Hirte Peter Gamsjäger entdeckte um die Jahrhundertwende im altbekannten „Wetterloch" das glitzernde Höhleneis, das auch heute noch tausende Besucher nach Obertraun lockt. Damals mussten sich die Höhlenforscher dieses Erlebnis jedoch noch hart erkämpfen. Vom heutigen Höhlenausgang aus galt es zuerst eine 17 Meter hohe Felsbarriere zu überwinden, bevor man überhaupt in den Eis führenden Teil der Höhle vordringen konnte. Die Installation „Klettermax" erinnert heute an diese frühen Forscherzeiten und liefert ein eindrucksvolles Bild davon, welchen Strapazen Männer wie Hermann Bock und Georg Lahner ausgesetzt waren.

Ebenfalls 1910 wagten sich die Höhlenforscher erstmals auch in die benachbarte Mammuthöhle, deren Inneres sie auf Grund riesiger, seltsam ausgewaschener Gänge und wahrer Höhlenkathetralen faszinierte. Inzwischen hat sich die Mammuthöhle mit knapp 70 Kilometer erforschter Gänge als eines der ausgedehntesten Höhlensysteme der Welt entpuppt, das bis heute Höhlenforscher aus aller Welt anlockt.

 Die Rieseneishöhle, die „lediglich" zwei Kilometer lang ist, war hingegen bereits 1913 nahezu vollständig erschlossen und vermessen. Georg Lahner beschrieb das ewige Eis damals wie folgt: „Die Pracht der Eisgebilde ist unbeschreiblich, der Glanz der Höhle, ihre Erhabenheit sind etwas Erdentrücktes." Genau diese Erdentrücktheit und archaischer Natur wurde sehr schnell auch für die Öffentlichkeit zugängig gemacht. Bereits 1922, also noch lange vor dem Bau der heutigen Seilbahn, besuchten über 11.000 Touristen die Rieseneishöhle - wenn auch auf deutlich schwierigen Pfaden als heute. Auch die Elektrifizierung der Höhle fällt in diese Zeit und bescherte Obertraun so ganz nebenbei den lange ersehnten Anschluss an die öffentliche Stromversorgung. Weltwirtschaftskrise, steigende Arbeitslosigkeit und schließlich der 2. Weltkrieg machten weitere Bemühungen um eine Verbesserung der Infrastruktur jedoch schnell zunichte. Erst nach 1945, als im Salzkammergut eine gewaltige Aufbruchstimmung herrschte, wurde auch rund um die Dachstein-Höhlen wieder kräftig investiert. So wurde als erste wichtige Maßnahme die Dachstein Fremdenverkehrs AG gegründet und 1947 erfolgte unter dem damaligen Bundespräsident Dr. Karl Renner der Spatenstich für die 1. Teilstrecke der Dachstein Seilbahn von Obertraun zur Schönbergalm und in Folge der Bau der beiden weiteren Teilstrecken auf den Krippenstein und zur Gjaidalm. Nach der Fertigstellung der 1. Teilstrecke erlebte die Rieseneishöhle einen wahren Besucheransturm. Innerhalb von nur zwei Jahren vervierfachte sich die Besucherzahl und erzwang somit einen Ausbau der touristischen Einrichtungen sowie einen leistungsfähigen Führungsbetrieb. Dieser ermöglichte es, dass Forstarbeiter ganzjährig in Obertraun beschäftigt sein konnte - im Sommer bei der Waldarbeit und im Winter beim Ausbau der Wege zu den und in den Höhlen.

Diese neu geschaffene Infrastruktur und die reiche Geschichte der Region waren es auch, die dazu führten, dass in den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bis zu 190.000 Besucher die fantastische Höhlenwelt erkundeten. Hauptfrequenzbringer war und ist dabei die Rieseneishöhle, doch auch die Mammut- und Koppenbrüllerhöhle lockten tausende Gäste aus dem In- und Ausland nach Obertraun. Dieser Reichtum an Naturschätzen und die große geschichtliche Bedeutung der Region rund um Hallstatt führte schließlich auch dazu, dass dieser Teil des Inneren Salzkammergutes 1972 von der UNESCO in der „Liste des Welterbes" aufgenommen wurde.

Diese hohe Auszeichnung verstanden die Verantwortlichen jedoch nie als Lorbeeren, auf denen man sich ausruhen kann, sondern als Auftrag für die künftige Arbeit. Seither wurde viel investiert, um den Besuchern einerseits ein außergewöhnliches Naturerlebnis zu bieten, andererseits auch die strengen Auflagen, die mit der Auszeichnung „Welterbe" einhergehen, einzuhalten.

Ergebnis dieser Millioneninvestitionen sind eine Höhlen- und Wanderwelt, die den Dachstein zu einer der Top-Tourismusdestinationen Europas macht. Dank einer neuen Infrastruktur ist bereits die Anreise auf den Berg ein Vergnügen. Generalsanierte Seilbahnstationen, großzügige Panoramagondeln und ein Leitsystem aus einem Guss machen einen Ausflug zu den Höhlen, aber auch auf das Dachsteinplateau zum Genuss. Auf der Schönbergalm angekommen erwartet die Besucher seit der OÖ Landesausstellung 2008 ein naturnaher Familienerlebnispark, der Kindern und Erwachsenen die Karstlandschaft am Dachstein sowie deren Entstehung zum Greifen nahe bringt. In den Höhlen selbst sorgen seit 2007 zahlreiche Installationen der Kunstuniversität Linz für besondere Akzente. So kann man in der Mammuthöhle Projektionen riesiger Kirchenfenster bestaunen und in der Rieseneishöhle den Klängen der „Atmenden Höhle" lauschen.

 

 

     

Förderlogos Land OÖ
Land Oberösterreich Kulturland Oberösterreich Ferienregion Dachstein Salzkammergut